Kategorie-Archiv: Hotzenblitz-Teilrestaurierung

Teilrestaurierung Hotzenblitz

Fahrzeug Nr. 58 aus Baujahr 2005 mit 17.500 km Laufleistung.

Hotzenblizt_58

Zu Beginn dürfen Sie raten:

Quiz

Was ist das? Oder besser gefragt: was war das?

Vielleicht entdecken Sie diese Stelle am Fahrzeug, wenn Sie diese Dokumentation genauer anschauen.

Rost-Beispiel an einem anderen Hotzenblitz

Rost-Beispiel an einem anderen Hotzenblitz

Dieses Fahrzeug hat noch keine größeren Rostschäden. Es müssen keine Schweißreparaturen durchgeführt werden. Dennoch ist auch bei diesem Hotzenblitz die Korrosion-Behandlung zwingend notwendig und die Wartung des Fahrwerks längst überfällig.

Die Korrosion ist an typischen Stellen fortgeschritten: Schublade innen und außen, Rahmen im Bereich der Fahrwerkaufnahme hinten und im Innenraum, sowie die Hohlprofile rund um Batteriewanne.

Rostschutzbeschichtung

2. Schritt der Korrosion-Behandlung: Rostschutzbeschichtung

Mehrfache Beschichtung mit Metallschutzlack (mit Langzeitschutz) durch Lackieren und Streichen.

Rostschutzbeschichtung-1
Schublade-Verkleidung innen

Rostschutzbeschichtung-2
Schublade-Verkleidung außen

Rostschutzbeschichtung-3
hintere Rahmen-Verbindung mit Alu-Batterie-Wanne

Verklebung-UBS-li
Rahmen im Bereich der Fahrwerkaufnahme hinten

Rostschutzbeschichtung-4
Rahmen vorne

Rostschutzbeschichtung-5
Bodenbleche innen

Die Bodenbleche wurden an dem Batteriekasten-Wänden verfugt, damit das Wasser nicht mehr so einfach eindringen kann.

Konservierung

3. Schritt der Korrosion-Behandlung: Konservierung

Die Fahrwerkteile, Rahmen und Bleche wurden außen mit abriebfestem Wachs und innen mit Hohlraumwachs oder Hohlraumfett (je nach Korrosionsfortschritt) in Problemzonen behandelt. Das Wachs wurde auf die Fahrwerksteile in demontiertem Zustand aufgetragen (bessere Zugänglichkeit) und nochmals nach der Montage.

Montage-Fahrwerk-v

Montage-Fahrwerk-v2
Fahrwerk vorne

Fahrwerk_2
Fahrwerk vorne und hinten

Hinten wurde der gesamte Spritzbereich sowie die Schubladen-Verkleidung außen und innen gewachst.

Verbesserungen am Fahrzeug

Die Profile wurden durch Kunststoff-Endstopfen geschlossen.

Verbeserung-Endkappen-h
Rahmen im Fahrwerkbereich hinten

Verbeserung-Endkappen
Rahmen vorne

Alle Profilöffnungen (Bohrungen) wurden nach der Hohlraum-Versiegelung mit Stöpseln verschlossen und zusätzlich mit Wachs abgedichtet.

Verbeserung-Stopfen
Tipp: überprüfen Sie die Profilöffnung oben am hinteren Stoßdämpfer.
Es ist direkt im Spritzbereich und es ist ein Funktionsprofil, an dem ist der Längslenker der Hinterachse befestigt.

„Es ist wohl einer der Gründe, warum bei manchen Hotzenblitzen
die Hinterachse abfiel.“

Der Spalt zwischen der Seitenverkleidung und Batteriewanne wurde mit Aluminiumband verklebt. Somit wird verhindert, dass das Spritzwasser vom Vorderrad ins Fahrzeuginnere gelangt. Anschließend wurden die Spritzbereiche mit Steinschutzmittel beschichtet.

Verklebung
Alu-Batterie-Wanne unten

Nach der Wiederinbetriebnahme fiel sofort das zu laute Geräusch des Elektromotors auf. Man konnte nicht eindeutig sagen, ob es vom Getriebe oder Motor stammt. Der Ölstand war sehr gering. Das restliche Öl hatte viel Abrieb in sich. Nach dem Zerlegen des Getriebes und des Motors wurde der Lagerschaden des Motors auf der Getriebeseite festgestellt.

Motor_alt
Motor und Differentialgetriebe

Die Lager des Motors wurden beidseitig erneuert, diesmal deutsche Qualität. Die Motorwicklung wurde mit speziellem Harz vergossen und somit das Pfeif-Geräusch deutlich reduziert.
Das Getriebe wurde mit elastischem Dichtstoff verklebt. Die papierartige Original-Dichtung, wenn sie überhaupt diesen Namen verdient, hat ihren Zweck nur bedingt erfüllt.

Motor_neu
überholtes Motor-Getriebepaar eingebaut

Die Motorleitungen wurden erneuert, da die Kabelverschraubungen bei der Demontage brachen. Die Verkabelung wurde durch Schutzschläuche ergänzt. Diese sind ein guter Schutz gegen Marder und nach der neuen Elektrofahrzeugnorm (bei Neufahrzeugen) vorgeschrieben.

Motorverkabelung
Motorsteuerung

Verbeserung-Eckteil
Der Masse-Anschluss der Rückwärts- und Nebelschlussleuchte, wurde nach innen verlegt, da diese direkt im Spritzbereich waren. Des Weiteren wurden die Verschraubungen mit Hutmuttern gemacht,
weil so das Gewinde
gegen Korrosion geschützt ist.

Die Bremstrommeln der hinteren Bremsanlage wurden innen ausgedreht, damit diese nach dem erneuern der Belege von Anfang an leichtgängig sind. Da der Verschleiß der Bremse durch die Rekuperation sehr gering ist, war bei diesem Fahrzeug die Bremse auch nach 17.500 km sehr schwergängig.

Verbesserung-Bremsen-h
Bremstrommel in der Drehmaschine

Das Fahrzeug bekam neue Sommerreifen auf Alufelgen.

Bereifung

Auf die Schublade wurde eine Gummidichtung geklebt. Diese verhindert, vor allem beim Öffnen, dass das Wasser nicht hereinschwappt.

Verbeserung-Dichtlippe_Schublade

Weitere Verbesserungen:

Abschaltung des DC/DC-Wandlers durch im Innenraum angebrachten Kippschalters.
Erneuern und Neuverlegen (gerade nach unten) des Abflussschlauchs der Frontscheibe.

Und das ist die Antwort auf den Retzel am Anfang des Beitrags.

Quiz-Antwort